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Ratgeber

Einstieg in die grünen Berufe: Ausbildung, Führerschein, Weiterbildung

Welche Wege in Landwirtschaft, Gartenbau und Forst führen und was du mitbringen solltest.

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Ausbildung im Betrieb

Landwirt, Gärtner, Forstwirt und Tierwirt sind duale Ausbildungsberufe mit jeweils drei Jahren Dauer. Du lernst im Betrieb und in der Berufsschule, dazu kommen überbetriebliche Lehrgänge, etwa zu Maschinen, Motorsäge oder Tierhaltung. In der Landwirtschaft ist es verbreitet, während der Ausbildung den Betrieb zu wechseln, um verschiedene Betriebsformen kennenzulernen. Frag danach, wenn dich das interessiert. Ein Praktikum vor der Ausbildung hilft dir, einen Betrieb und seine Arbeitszeiten kennenzulernen, besonders in der Tierhaltung mit Stallarbeit am frühen Morgen und am Wochenende.

Führerschein für Traktor und Maschinen

Für land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen gibt es eigene Fahrerlaubnisklassen. Mit der Klasse T darfst du Zugmaschinen bis 60 km/h sowie selbstfahrende Arbeitsmaschinen bis 40 km/h fahren, das Mindestalter liegt bei 16 Jahren. Die Klasse L gilt für Zugmaschinen bis 40 km/h. Viele Ausbildungsbetriebe erwarten, dass du den Traktorführerschein während der Ausbildung machst. Gib in der Bewerbung an, welche Klassen du bereits hast.

Weiterbildung nach der Ausbildung

  • Landwirtschaftsmeister mit Prüfung bei der Landwirtschaftskammer, für die Leitung eines Betriebs und die Ausbildung von Nachwuchs
  • Gärtnermeister und Forstwirtschaftsmeister als entsprechende Fortbildungen in Gartenbau und Forst, auf dieser Seite regelmäßig gesucht
  • Staatlich geprüfter Wirtschafter oder Agrarbetriebswirt an einer Fachschule für Agrarwirtschaft
  • Studium der Agrarwissenschaften, des Gartenbaus oder der Forstwirtschaft

Quereinstieg und Saisonarbeit

Ohne Ausbildung kannst du als Helfer im Garten- und Landschaftsbau, in Gärtnereien oder auf Höfen einsteigen. Saisonarbeit in Ernte oder Pflanzung ist eine Möglichkeit, den Beruf kennenzulernen. Wer dauerhaft bleiben möchte, kann später eine Ausbildung beginnen oder sich mit ausreichender Berufserfahrung unter bestimmten Voraussetzungen direkt zur Abschlussprüfung anmelden. Die Landwirtschaftskammer berät dich dazu. Frag bei Saisonstellen, ob eine Weiterbeschäftigung nach der Saison möglich ist, etwa in der Pflege von Flächen oder im Winterdienst.

Tipps für deine Bewerbung

Beschreibe konkrete Erfahrungen: Maschinen, die du bedient hast, Tiere, mit denen du gearbeitet hast, Pflanzen oder Bauarbeiten, die du kennst. Nachweise über Lehrgänge zu Motorsäge, Pflanzenschutz oder Staplerfahren gehören in die Bewerbung. Für Stellen im Landschaftsbau zählen körperliche Belastbarkeit und Freude an Arbeit im Freien. Wenn du aus einem landwirtschaftlichen Umfeld kommst, erwähne das, auch ohne formalen Abschluss. Wer auf dem elterlichen Hof mitgearbeitet hat, bringt Erfahrung mit Tieren, Maschinen und Arbeitszeiten mit, die Ausbildungsbetriebe schätzen. Für Stellen in Beratung und Agrarhandel zählen dagegen Kundenkontakt, Fachwissen zu Saatgut, Futter oder Pflanzenschutz und ein Führerschein für die Fahrten zu den Betrieben.

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